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:: Kreatin ::

Bedeutung

Bei Kreatin (Kreatinmonohydrat, Creatin, engl. creatine) handelt es sich um ein Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels. Gebildet wird Kreatin in der Leber und in der Niere aus Aminosäuren, Glyzin und Arginin. Im Muskel aufgebautes Kreatin verstärkt dabei die hypoglykämische Insulinwirkung und steigert dadurch die Aufnahme des Zuckers im Muskel.


Kreatin ist ein sehr beliebtes Diätergänzungsmittel in Leichtathletik, Fußball, Tennis und allgemein im Kraftsport. Kreatin ist keine verbotene Substanz, obwohl es eine Vielzahl von ethischen, aber auch medizinischen Gründen gegen die Verwendung des Kreatin gibt. Es wurde für die Sportmedizin Anfang der 90 Jahre entdeckt. Ab dem Zeitpunkt stiegen die Verkäufe in der ganzen Welt stark an. Im Jahr 2002 wurde Kreatin im Wert von über 260 Millionen Dollar verkauft, ein Jahr früher wurden weltweit unglaubliche 2500 Tonnen Kreatin verbraucht.


Im Leistungssport wurde es möglicherweise zum ersten mal bei den Olympischen Spielen in
Barcelona im Jahr 1992 von den britischen Sprinters genutzt. Sogar die italienischen Sportler sollten für ihre krankhafte Nutzung von verschiedenen Aufputschmittel berühmt sein. Ein weiteres Beispiel dafür ist die übliche Nutzung von Kreatin beim italenischen Fußballclub Juventus Turin. Allerdings diese Behauptung wurde nie richtig bewiesen. Der tägliche Kreatinbedarf bei „normaler“ Belastung liegt bei etwa 2 g/d (Beschreibung der Menge, z. B. halber Teelöffel…), wobei der Körper etwa die Hälfte davon selbst synthetisiert und der Rest durch die Nahrung (vgl. natürliche Quellen) aufgenommen werden muss.


Natürliche Quellen

Verzehr von Fleisch, Verzehr von Fisch (in geringerem Maße)

Beworbene Wirkung


Kreatin – Supplemente sollen den Muskelaufbau beschleunigen. Aufgrund der kurzfristig zur
Verfügung stehenden Energiereserven profitieren besonders Gewichtheber und odybuilder, aber auch Sprinter und Werfer. Speziell durch Wassereinlagerungen in den Muskelzellen ergrößern sich dieselben. Man behauptet, dass nach einer regelmäßigen Kreatineinnahme ein Muskelzuwachs von bis zu 5 kg erreicht werden könne.

Belegbare Wirkung


Wissenschaftliche Studien belegen zum Teil die von Herstellern versprochene Wirkung. So vermutet man beispielsweise, dass durch die Wassereinlagerung in den Muskelzellen die Proteinproduktion, aber auch die Muskelbildung verstärkt wird. Die Muskelmassenzunahme kann durch Studien besonders für mittelmäßig trainierte Personen beobachtet werden. Von generell verbesserter Leistungsfähigkeit, besonders im Gewichtheber- und Bodybuilderbereich wurde in diversen Studien mittlerweile belegt. Kreatin wirkt dabei im Hinblick auf die weniger schnell eintretende Ermüdung und wirkt so leistungsfördernd. Auch eine kürzere Dauer der Wiederherstellung der Kräfte (Regeneration) gilt als erwiesen und ermöglicht somit intensivere Trainingseinheiten durch schneller aufeinander folgende Trainingseinheiten.

Nebenwirkungen


Kreatin kann nicht einfach zusätzlich eingenommen werden, da durch eine zusätzliche Supplementierung zunächst keine Wirkung erreicht werden kann. Der Körper reagiert bei einer Supplementierung mit der Reduktion der körpereigenen Kreatinproduktion, sodass zunächst erst einmal durch die Supplementierung keine zusätzliche Wirkung erreicht werden kann. Darüber hinaus beginnt der Körper nach einer Supplementierung erst etwa nach einem Monat wieder mit der Eigenproduktion. Die bereits weiter oben angesprochene Wassereinlagerung bewirkt eine Gewichtszunahme von bis zu 2 kg. Durch eine langfristige Supplementierung und unter anderem der dauerhaft verstärkten Trainingsphasen können Muskeln verhärten, unter Umständen sind sie dann sogar stärker anfällig für Verletzungen. Beide Tatsachen stehen in starkem Kontrast zu dem, was man sich von einer Kreatineinnahme eigentlich verspricht. Zu Nierenschädigung kann es kommen, wenn dem Körper nicht ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird, die Supplementierung über einen längeren Zeitraum oder in Form einer Überdosierung betrieben wird. Besonders dann treten auch häufiger Muskelkrämpfe und – verletzungen auf. Wenn Kreatin unmittelbar vor Trainingseinheiten eingenommen wird, können unter anderem auch Magen- und Darmprobleme auftreten. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind noch nicht ausreichend erforscht. Von Wechselwirkungen kann aber ausgegangen werden. Aufgrund der Nebenwirkung sollte eine Überdosierung und eine Einnahme über einen längeren Zeitraum hinweg vermieden werden. Es gilt ein Abwiegen der Vor- und Nachteile für den Einzelfall. Allerdings sollte die Dosierung entsprechend den Herstellerempfehlungen erfolgen.

Funktionen


Der Körper ist zu einer Eigensynthese befähigt, sodass nur ein Teil von außen über die Nahrung zugeführt werden muss. Speziell in Fleisch und Fisch ist Kreation vorhanden. Man geht von einem Kreatingehalt von etwa 0,5 g Kreatin in 100 g Lebensmittel aus. Über die Nahrung aufgenommenes Kreatin wird zunächst im Dünndarm absorbiert und schließlich in die Blutbahn eingeschleust. So gelangt Kreatin in die Muskeln, das Herz und andere Organe.
Schließlich wird es über die Niere vom Körper wieder ausgeschieden. Die Tagesdosis, die empfohlen wird ist je nach Anbieter und zugrund liegender Dosierung des Supplements unterschiedlich. Die Dosisempfehlungen liegen zwischen 5 bis 20 g pro Tag (g/d).


Viele Anbieter empfehlen eine so genannte „zweiphasige Kreatinkur. Darunter versteht man eine fünftägige Aufladephase, in der 0,3 g Kreatin pro Kilogramm Körpergewicht eingenommen werden soll und eine im Anschluss daran erfolgende dreiwöchige„Erhaltungsphase“, in der sich die Menge des zugeführten Supplements auf 10% des in der
Aufladephase supplementierten Kreatin reduziert. Nach diesen Phasen muss eine „Absetzphase“ eingelegt werden. Darunter versteht man eine mindestens vier Wochen anhaltende Kreatinabstinenz. Dies liegt darin begründet, dass der Körper die Eigenproduktion einstellt, wenn ihm von außen Kreatin in ausreichendem / überdurchschnittlichen Maße zugeführt wird.

 
 
:: L-Carnitin ::
 

Bedeutung


Carnitin ist ein vitaminähnlicher Wirkstoff, der im menschlichen (und tierischen) Organismus unter Mithilfe von Vitamin C, B6, B12, Niacin, Folsäure, Eisen sowie verschiedenen Enzyme synthetisiert werden kann. Ist dabei einer dieser Stoffe nicht in ausreichendem Maße vorhanden, kann die Synthese gestört werden. L – Carnitin wird aber auch aus der Nahrung in Form der beiden essentiellen Aminosäuren Methionin und Lysin aufgenommen. Beide Aminosäuren bilden eine gemeinsame Eiweißverbindung, das so genannte L-Carnitin.


Der Name dieser Eiweißverbindung, L – Carnitin, stammt aus dem Lateinischen und wird von dem Wort carnis (= lat. Fleisch) abgeleitet. Diese Namensgebung basiert auf der Tatsache, dass Methionin und Lysin hauptsächlich aus fleischlicher Nahrung stammen. Erstmals entdeckten russische Forscher zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Muskelfleisch von Säugetieren eine Substanz, die für die Muskelfunktionen notwendig sind. L-Carnitin zählt nicht zu den Vitaminen, sondern als vitaminähnlicher Nährstoff gewertet wird (vgl. EU – Richtlinien).

Natürliche Quellen


- Verzehr von Fleisch, besonders Lamm und Schwein, Verzehr von Fisch
- Gemüse- Obst- und Milchprodukte (allerdings in wesentlich geringerem Maße)

Beworbene Wirkung


Carnitin wird eine Muskelwachstum fördernde Eigenschaft zugeschrieben. Behauptet wird –
besonders von den Herstellern entsprechender Supplemente – dass die Muskulatur durch Steigerung des Carnitin – Wertes besser mit Sauerstoff versorgt wird und insbesondere durch den Muskelaufbau zu einer Fettminderung im Körper beiträgt.

Belegbare Wirkung


Wissenschaftlich belegt ist derzeit, dass das körpereigene Carnitin wesentlich an der Energiegewinnung aus Fettsäuren beteiligt ist. Die Behauptung, dass durch einen gesteigerten Fettstoffwechsel insbesondere der Muskulaturaufbau beschleunigt und Fettzellen schneller reduziert werden, kann nicht aufrechterhalten werden. Wissenschaftlich nicht bewiesen ist die Annahme, dass L – Carnitin in Verbindung mit Diäten
und Sport eine Körpergewichtsreduktion bewirken kann.

Nebenwirkungen


Eine Überdosierung kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Man geht bereits bei einer Menge von 3 bis 4 Gramm von einer so genannten „Überdosierung“ aus. Da L – Carnitin unter anderem auch als Motor für die Schweißproduktion dient, verliert der Körper insbesondere bei einer zu starken Dosierung zu viel Wasser, was durch Trinken ausgeglichen werden muss.

Funktionen


Es gibt zwei unterschiedliche Formen des Carnitin. Man unterscheidet das L – Carnitin, welches als vitaminähnlicher Nährstoff im Körper wichtige Funktionen übernimmt, und noch so genannten D-Carnitin einem gesundheitsschädigenden Stereoisomer des L – Carnitin. Im Falle einer Supplementgabe, also einer chemisch hergestellten Substanz, entsteht ein Gemisch aus den beiden Formen!


L – Carnitin spielt eine besondere Rolle im Rahmen des Fettstoffwechsels. Die Körperzellen selbst verfügen über so genannte Mitochondrien, die man sich – zwecks Verständnisses – als Energiekraftwerke der Zellen vorstellen kann. Damit diese Energiekraftwerke richtig arbeiten, benötigen sie Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind aber in den Mitochondrien nicht enthalten, sondern müssen erst dort hin transportiert werden. Diesen Transport übernimmt das L – Carnitin. L – Carnitin heftet sich an die Fettsäuren an und schleust – insbesondere auch langkettige Fettsäuren, die die Zellwand der Mitochondrien alleine nicht passieren könnten - in die Mitochondrien hinein. L – Carnitin ist in gewisser Weise in jeder Körperzelle vorhanden. Liegt ein Mangel an L – Carnitin vor, so werden weniger Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert, so dass weniger Fett in Energie umgesetzt werden kann.


Studien belegen darüber hinaus, dass Schwangere und Ausdauersportler häufig einen (zu)
niedrigen L – Carnitin – Gehalt aufweisen.


Da Carnitin im Überschuss ausgeschieden wird, ändert sich die Carnitin – Konzentration in den Muskeln nicht über das Normalmaß hinweg. Somit kann keine Leistungssteigerung bzw.
eine verstärkte Fettverbrennung möglich werden. Eine Zufuhr bei gesunden Menschen führt weder zu Leistungssteigerungen im Ausdauersport noch zu einer Körperfettreduktion.

   
 
:: Aminosäuren ::
 

Bedeutung


Aminosäuren sind Bestandteile des menschlichen Körpers, genauer gesagt verkörpern sie die einfachste Bauweise der Eiweiße (= Proteine) und stellen somit auch die kleinsten Bausteine der Proteine dar. Sie werden zur Bildung von Hirn - Botenstoffen, Muskeln, Hormonen, Enzymen usw. benötigt. In der Natur treten etwa zwanzig Aminosäuren auf, wobei der Mensch selbst nur einige Aminosäuren selbstständig aufbauen kann. Aminosäuren, zu deren Bildung der Körper selbst nicht fähig ist, nennt man essentielle Aminosäuren. Der Mensch muss sie über die Nahrung aufnehmen. Essentielle Aminosäuren beim erwachsenen Menschen sind:
• Leucin
• Isoleucin
• Methyonin
• Threonin
• Valin
• Lysin
• Phenylalanin
• Tryptophan.
Aminosäuren können untereinander kettenförmige Kombinationen eingehen. Man spricht dann von Eiweißmolekülen (Proteinen). Die Kombinationen der Aminosäuren entscheidenüber die Funktionsweise und den Aufgabenschwerpunkt eines Proteins.

Natürliche Quellen


-Fleisch, Fisch
-Eiern, Milchprodukten
-Hülsenfrüchten
-Soja
-Getreide- und Teigware

Wirkung


Allen Versprechungen hinsichtlich der Wirksamkeit essentieller Aminosäuren sollte man kritisch gegenüber stehen. Eine Wirksamkeit wird dieser Präparatengruppe beispielsweise im Hinblick auf verstärkten Muskelaufbau, sowie hinsichtlich schnellerer Rehabilitation zugesprochen. Auch eine schnellere Regeneration soll in den Wirkkreis fallen.

Belegbare Wirkung


Studien, die eine allgemein gültige Wirkweise von Aminosäurepräparaten nachweisen, liegen nach derzeitigem Wissensstand noch nicht vor. Aminosäurepräparate werden in der Regel nicht – wie Proteinkonzentrate – in Form einer Aufbaunahrung verabreicht, sondern wirken indirekt. Dabei verursachen sie eine übermäßige Ausschüttung spezifischer Hormone, den so genannten Wachstumshormonen. Diese Hormone wiederum sollen zu einem verstärkten Muskelmassenaufbau führen, wobei Ermüdungserscheinungen, die jeder Mensch vom Training her kennt, durch die Wirkung der Hormone verzögert werden, bzw. nahezu ausbleiben.

Nebenwirkungen


Wie bereits erwähnt gilt hier nicht die Devise: „Viel hilft viel!“. Eine übermäßige Dosierung kann erhebliche Nebenwirkungen mit sich führen. Bei erheblichem Überschreiten der oben angegebenen Tagesdosis kann der Körper mit Flüssigkeitsmangel, Magen – und Darmbeschwerden, darunter insbesondere Durchfall reagieren. Geschieht eine solche Überdosierung über einen längeren Zeitraum hinweg, können Schäden an Leber und / oder Niere, aber auch Gicht auftreten.

   
 
:: Glutamin ::
 

Bedeutung


Glutamin bzw. Glutaminsäure ist eine nicht essentielle Aminosäure, d.h. sie kann vom Körper selbst gebildet werden. Die Synthese erfolgt vor allem in der Leber, der Niere, im Gehirn und der Lunge. Zur Bildung von Glutamin werden andere Aminosäuren benötigt, vor
allem die beiden essentiellen Aminosäuren Valin und Isoleucin. Glutamin kommt in der höchsten Konzentration in den Muskelzellen vor. Sie ist vor allem für die Wassereinlagerung
in den Zellen verantwortlich und bewirkt bei körperlicher Belastung eine Vergrößerung des Zellvolumens.


Natürliche Quellen

-Milch-, Weizen- und Sojaeiweiß

Beworbene Wirkung


Glutaminsupplementen wird eine Strukturprotein schützende Wirkung im Bereich der Muskulatur nachgesagt. Es soll durch die Flüssigkeitseinlagerung bedingt das Zellvolumen steigern und somit die Grundlage für den Muskelaufbau verbessern. Zusätzlich soll eine Verbesserung der Energiereserven bewirkt werden.


Belegbare Wirkung


In wissenschaftlichen Studien konnte die proteinaufbauende Wirkung von Glutamin nachgewiesen werden. Darüber hinaus gilt die Steigerung des Zellvolumens als erwiesen. Durch den Glykogenaufbau kann eine Steigerung der Energiereserven bewirkt werden. Derzeit fehlt es allerdings noch an Langzeitstudien, die die Wirkweisen endgültig belegen.


Nebenwirkungen


Das so genannte China – Restaurant – Syndrom (chinese restaurant syndrome) gilt als bekannte Nebenwirkung von Glutamat (Glutaminsäure). Dieses Syndrom kann nach dem Genuss von Speisen auftreten, die L – Mononatriumglutamat enthalten. Es handelt sich hierbei um einen Geschmacksverstärker, der besonders in der chinesischen Küche verwendet wird. Der Mensch reagiert mit einem Hitze- und / oder Engegefühl, in Kombination mit einem Kribbeln im Bereich des Halses. Kopf- und Magenschmerzen kombiniert mitÜbelkeit gehören ebenfalls zu den Nebenwirkungen.


Funktionen


Durch intensives Training entstehen katabole Situationen, die bewirken, dass das Zellgift Ammoniak freisetzt. Die Glutaminsäure nimmt das freigesetzte Ammoniak auf. Durch diese Aufnahme entsteht Glutamin, wodurch neuromuskuläre Schäden, die durch Ammoniak hervorgerufen werden können entgegen gewirkt wird. Glutamin gelangt schließlich über den
Blutkreislauf in die Leber, wo es zu Glutaminsäure zurück gebildet.

In Fällen intensiven Trainings (= katabole Situation) oder durch reduzierte Nahrungsaufnahme geht den Muskelzellen Glutamin verloren. Der Körper benötigt Energie, die er über den Abbauprozess von Proteinen zu Aminosäuren zu erhalten versucht. Im Rahmen dieses Energiegewinnungsprozesses werden daher andere Aminosäuren (z.B. Arginin, Histidin) zu Glutaminsäure umgebildet. Durch den Umbau anderer Aminosäuren entsteht im Körper ein Aminosäurendefizit und als Folge daraus eine verminderte Biosynthese mit negativer Stickstoffbilanz und verstärktem Muskelabbau.

Von außen zugeführtes Glutamin könnte an dieser Stelle einen reduzierten Verbrauch anderer Aminosäuren bewirken.

Intensive Trainingssituationen fördern den Muskelaufbau, den so genannten anabolen Prozess. Gleichzeitig wird durch intensives Training aber auch ein kataboler Prozess angekurbelt. Zu einer Erhöhung der Muskelmasse kann es konsequenter Weise nur dann kommen, wenn die Proteinbiosynthese, also der anabole Prozess, den Muskelabbau (= katabolen Prozess) übersteigt.

Da wissenschaftliche Studien belegen, dass durch Glutamin die Proteinbiosynthese gesteigert wird und denkatabolen Prozessen entgegenwirken kann, spielt Glutamin insbesondere beim Muskelaufbau eine große Rolle.

Glutamin fördert den Muskelaufbau durch Wassereinlagerungen in die Muskelzellen. Durch die Zunahme des Zellvolumens wird eine anabole Wirkung hervorgerufen.

   
 
:: HNB ::
 

Bedeutung

Als HMB (Hydroxymethyl-Buttersäure) bezeichnet man eines der Stoffwechselprodukte, die
während des Abbauprozesses der essentiellen, verzweigt kettigen Aminosäure Leucin entstehen. Je nach individueller Ernährung (und somit unterschiedlicher Aufnahme von Leucin) wird unterschiedlich viel HMB im Körper gebildet. Ein Mensch mit durchschnittlicher Ernährung bildet pro Tag etwa 0,3 g HMB.

Natürliche Quellen

- z.B. Avocados, Alfalfa, Blumenkohl, Grapefruits

Wirkung

Angepriesen wird ein Kraftanstieg mit Erhöhung der Muskelmasse, aber auch ein Schutz der
Muskelzellen vor trainingsbedingtem Abbau. Auch eine Reduktion des körpereigenen Fettanteils und damit einhergehend eine Gewichtsreduktion, sowie die Stärkung des Immunsystems soll bewirkt werden können.

Belegbare Wirkung

HMB ist eines der in seiner Wirksamkeit umstrittensten Supplemente. Die Spannweite der Untersuchungsergebnisse reicht von: Abbau von Muskelmasse durch Belastung und HMB – Supplementierung bis hin zum absoluten Gegenteil.


Aufgrund der umstrittenen Wirksamkeit, sollen hier nur Hypothesen wiedergegeben werden.
1. Reduktion der Muskelschäden, die im Rahmen von Trainingssituationen auftreten können.
2. Beschleunigung des Muskelwachstums.
3.Unterstützung des Kraft- und Muskelaufbaus nach hartem Widerstandstraining durch Abbau von Muskelproteinen.

Nebenwirkungen

Ähnlich wie die Wirkungen sind auch die Nebenwirkungen nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Man geht davon aus, dass HMB - Supplemente die Entstehung von Akne unterstützt.

Da die Wirkungsweise noch nicht abschließend untersucht worden ist und auch im Hinblick auf die Nebenwirkungen keine klaren Angaben gemacht werden können, sollte man mit der Einnahme von HMB vorsichtig sein.

Funktionen

Wenn Muskeln beansprucht werden, finden sowohl katabole (muskelabbauende) als auch anabole (muskelaufbauende) Prozesse statt, in denen unterschiedliche Stoffe„verstoffwechselt“ werden. Beispielsweise entstehen dabei als Stoffwechselzwischenprodukte der essentiellen verzweigt kettigen Aminosäure Leucin HMB und Isokaproat. Beide erwecken den Eindruck, die muskelabbauende Prozesse durch ihre Synthese zu verringern. Aus diesem Grund nennt man HMB und Isokaproat beispielsweise auch Antikataboliten. Man erklärt sich diese Tatsache damit, dass HMB als Vorprodukt der körpereigenen Synthese von Cholesterin in größerem Maße benötigt wird, sobald der Cholesterinbedarf infolge schnellen Zellwachstums erhöht wird.


Aus diesen Überlegungen stammt auch die Hypothese, dass eine verstärkte Zufuhr von HMB in Phasen starker Muskulaturbeanspruchung Schäden im Bereich der Muskulatur verringern, aber auch die Regeneration geschädigter Partien beschleunigen kann.

   
  Quelle: www.dr-gumpert.de

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